Ein Geschäft mit dem Tod?.

Carsten Röttger am Freitag, 10. Oktober 2008 um 17:02


Sterbehilfe, auch Euthanasie genannt.

„Eu·tha·na’sie, die; -, keine Mehrzahl 1.leichter, schmerzloser Tod 2. MEDIZIN Erleichterung des Sterbens, besonders durch Schmerzlinderung 3. Tötung unheilbar Kranker und Geisteskranker“
Langenscheidt Online-Fremdwörterbuch

Im Deutschen verwendet man aber, wegen des Missbrauchs des Wortes im 3. Reich, für unter anderem auch der „Rassenhygiene“, das Wort Sterbehilfe.
In Deutschland gibt es, anders als in den Niederlanden, Belgien und der Schweiz, kein Gesetz zum Thema Euthanasie.
Es gibt verschiedene Formen von Sterbehilfe:

  • Die aktive Sterbehilfe, bei welcher eine Person auf Verlangen durch eine zweite Person getötet wird,
  • die passive Sterbehilfe, bei der das Leben einer Person durch Nichteinsetzen oder Ausschalten lebenserhaltender Geräte beendet wird,
  • die indirekte Sterbehilfe, bei welcher die Qualen eines Patienten durch schmerzlindernde, aber die Lebensdauer verkürzende Medikamente im Endstadium seiner Krankheit gemindert werden und
  • die Beihilfe zu Selbsttötung, bei welcher der Person ein tödliches Mittel, meist Barbiturate, welche die Lungentätigkeit stoppen, zur Verfügung gestellt wird.

In Deutschland ist das Töten auf Verlangen (aktive Sterbehilfe) eine Straftat, die anderen Arten der Sterbehilfe sind nur in besonderen Fällen als Straftat angesehen.
Es kann aber sogar zu einer Verurteilung des behandelnden Arztes wegen unterlassener Hilfeleistung oder Körperverletzung kommen, wenn keine indirekte Sterbehilfe geleistet wird.
2007 rief der frühere CDU-Politiker und Hamburgs Justizsenator Roger Kusch den Verein “Dr. Roger Kusch Sterbehilfe e.V.” ins Leben. Am 29. Juni 2008 gab er auf seiner Internetseite zu, einer 79-jährigen Frau beim Suizid assistiert zu haben. Eine Spritzenpumpe, auch Perfusor-Pumpe genannt, welche Kusch zum Kauf anbietet, sei dabei aber nicht benutzt worden.
Das Gerät spritzt dabei dem Patienten jeweils eine bestimmte Menge an Kaliumchlorid und einem Narkotikum durch eine Kanüle in die Vene.
Für die Suizidbegleitung seien bis zu 8.000 Euro aufzuwenden, wie es auf seiner Website heißt. Wie sich der Preis zusammensetzt ist mir nicht bekannt, 1000-3000 Euro der Kosten aber fallen auf den Apparat.

Kuschs Unterstützung beim Suizid der Frau gab mehreren unionsgeführten Ländern den Anstoß, organisierte Sterbehilfe verbieten zu wollen. Am 04. August 2008 beriet der Bundesrat über diesen Gesetzentwurf, welcher “gewerbliche und organisierte Suizidhilfe” mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe bestrafen sollte, konnte sich aber auf nichts einigen.
Die Bundesländer wollen weiter versuchen, eine Regelung auszumachen.

Ich halte es für nötig, dass es organisierte Sterbehilfe gibt, denn besonders alte Menschen haben sehr viele Ängste, wie irgendwann nicht mehr fähig zu sein, sich selbst zu versorgen, eine schwere, schmerzvolle Krankheit zu erleiden, oder auch zu vereinsamen. Deswegen entscheidet sich, wie der Focus am 11. September 2007 auf einer Internetseite bekannt gab, „fast alle zwei Stunden“ ein Mensch über 60 zum Suizid, das sind 4380 Tode pro Jahr; wie groß die Dunkelziffer ist, kann natürlich niemand sagen. Durch unzureichende, oder gar keine professionelle Beratung, scheiden sie damit oft zu früh aus dem Leben.
Organisationen, die Sterbehilfe leisten, könnten da helfen. Sie sollen aber nicht gesunden Menschen das Leben nehmen, sondern könnten diese Menschen beraten und Verträge aushandeln. In diesen sollte festgelegt werden, dass, wenn ein Mensch gezwungen sein würde, nur noch vor sich hinzuvegetieren, diese Organisation aktiv werden und den Patienten bei seinem Weg ins Jenseits begleiten würde.
Eine Betreung würde nicht stattfinden, – dafür gibt es Vereine wie die Caritas, oder das Diakonische Hilfswerk – sie könnten aber zu diesen Institutionen Kontakt aufnehmen, um den Menschen dorthin zu vermitteln.

Nur darf es nicht so weit kommen, dass diese Art der Sterbehilfe zu sehr kommerzialisiert wird, denn immer wo es Notleidende gibt, wird es Menschen geben, die diese Misslage ausnutzen, um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen. Dies können horrende Preise sein, oder gar schlimmer könnten die Patienten durch Überreden, oder Gewaltandrohung dazu forciert werden, einen Antrag auf Sterbehilfe zu stellen, um so an ihr Geld zu kommen.
Deshalb müssen Sterbehilfe-Vereine strengen Regelungen und Kontrollen unterliegen, um ein unmenschliches Behandeln zu verhindern und dem Menschen ein Sterben in Würde zu ermöglichen.

Mama, Mama kannst du mir die Schuhe zu machen?.

Simon Homölle am Montag, 06. Oktober 2008 um 02:27


Dass es mit unserer Jugend bergab geht, wurde ja schon im vorherigen Titel erwähnt. Und den letzten Aspekt im Artikel von Janine Thesker möchte ich gerne nochmal aufgreifen.
Eine gute Bekannte erzählte mir folgendes:

Ich hörte immer wieder diesen Klettverschluss. Das Geräusch ging mir schon irgendwie auf die Nerven. Dann hörte ich die Mutter sagen:”Hör auf damit, die Leute gucken schon!” Daraufhin sprach eine ältere Dame die Mutter an und fragte sie: “Warum kaufen sie ihrem Jungen keine Schuhe mit Schnürsenkel?” Bevor die Mutter antworten konnte, sagte der Junge: “Die mit den Schnürsenkel kann ich mir nicht zu machen!” “Ja, unser Kleiner hat das noch nicht im Kindergarten gelernt, und dabei ist der schon 5!”

Wie kann es sein, dass ein 5-Jähriger sich nicht die Schnürsenkel zubinden kann? Weil er es nicht im Kindergarten gelernt hat? Wofür sind denn Eltern da? Um Vater oder Mutter zu sein reicht es nicht aus der Erzeuger des Kindes zu sein und es in einen Kindergarten zu stecken damit es dort alles lernt? Nein, Liebe und Fürsorge machen Eltern aus. Aber anscheinend ist niemanden bewusst, was diese Ignoranz für Folgen haben kann. Wie soll sich so ein Kind gesund entwickeln? Wie soll es in der Schule klar kommen, wenn es nicht einmal die Schuhe zumachen kann? Ich hoffe, dass genug Eltern diesen Artikel lesen und sich hoffentlich spätestens jetzt mehr um ihre Kinder kümmern.

Die Jugend von heute.

Janine Thesker am Dienstag, 30. September 2008 um 18:26

Die Jugend von heute…

Den Spruch hat sicher jeder schon einmal gehört. Aber es stimmt ja auch: Da gibt es einmal den killerspielspielenden Amokläufer oder den gemeingefährlichen Drogendealer. Ist doch klar, dass es so mit Deutschland bergab geht. Denn es gibt natürlich keine “normalen, lieben” Jugendlichen mehr, wie es sie früher in Massen gab, nein, die Jugend von heute ist von Grund auf kriminell und man muss jederzeit damit rechnen, überfallen, ausgeraubt oder doch wenigstens krankenhausreif geschlagen zu werden.

Aber tut man den letzten, übriggebliebenen, gut erzogenen jungen Leuten mit solchen Behauptungen nicht Unrecht? Gibt es nicht auch genug Erwachsene, die unhöflich oder kriminell sind? Ich finde es wirklich schade, dass alle jungen Menschen von den Älteren in eine Schublade gesteckt werden, bloß weil denen die richtige Erziehung ihrer Kinder zu anstrengend, kompliziert und zeitaufwändig war. Liegt es nicht eigentlich auch viel mehr an der falschen Erziehung, dass es mit der Jugend, und damit mit Deutschland bergab geht? Ich finde, es ist ein Unding alles den Minderjährigen in die Schuhe zu schieben, bloß weil sie es nicht anders kennengelernt haben.

Interview mit Gott.

Marco Schultewolter am Montag, 29. September 2008 um 00:46

Guten Tag, Herr Gott

Udo Lindenberg singt von einem Interview mit Gott und Journalisten träumen von einem Interview mit Gott. Zumindest tut das Wolf von Lojewski, ehemaliger Journalist für die ARD und das ZDF. Er malt sich schon aus, wie sein Interview auszusehen hat.

Er sei zunächst jedoch gespannt, ob Gott ihm ein Interview gibt, wenn sie aufeinander treffen. Dann möchte er mit Gott streiten.

“Streiten bedeutet für mich: ehrliche Fragen stellen.”

“Gott kennt jeden Menschen und interessiert sich für jeden Einzelnen, der sich ihm anvertraut.”
Wolf von Lojewski

Wir wünschen von Lojewski viel Erfolg bei seinem Vorhaben. Und eins versprechen wir unseren Lesern: Sollte blosse.de einmal die Gelegeheit für ein Interview mit Gott bekommen, so werden wir uns diese nicht entgehen lassen!

Gute Besserung, Raucher!.

Marco Schultewolter am Dienstag, 16. September 2008 um 18:47


Raucher dürfen diskriminiert werden. Schließlich deckt das Antidiskriminierungsgesetz nicht die Raucher ab. Laut der EU-Kommission ist das auch gewollt. Bekannt geworden ist das mit den Fällen der Jobverweigerung gegenüber Rauchern.

Das ist aber nichts neues. Nun fordert die Bundesärztekammer allerdings, dass Raucher künftig als krank eingestuft werden. Als krank kann man diese Selbstzerstümmelung und die Qual aller Mitmenschen zwar ohnehin bezeichnen, doch nun soll es ganz offiziell so werden.

“Aus medizinischer Sicht ist Tabakabhängigkeit eine Suchtkrankheit wie etwa Alkoholismus auch.”
Roland Stahl, Kassenärztliche Bundesvereinigung
(zitiert nach Süddeutsche Zeitung, 16.09.2008)

Faktisch würden somit Alkoholabhängige mit Rauchern auf eine Ebene gebracht werden. Das Zitat vergleicht zwar beides, doch in der heutigen Gesellschaft gibt es eine riesige Kluft zwischen den Ansichten dieser beiden Krankheiten. Alkoholkranken wird versucht dabei zu helfen, dort herauszukommen und teilweise bemitleidet oder manchmal auch verpöhnt. Raucher sind dagegen ganz normal. Sie leben unter uns wie jeder gesunde Mensch auch.

Und gerade wegen dieser vermeintlichen Normalität wird auch bei der Krankisierung des Rauchens das Bild bei den Meisten nicht verändert.  “Ups, Rauchen ist so schlimm wie Alkoholabhängig zu sein” – das wird sich wohl niemand sagen. Schade eigentlich!

In der Eile….

Marco Schultewolter am Montag, 15. September 2008 um 17:11


Man schaut auf die Uhr. “Ups, ist das spät. Ich muss los.” Schnell die Berufskleidung anziehen und ab zur Arbeit. Kennen Sie das?

Einem Dortmunder muss vor kurzer Zeit so etwas ähnliches passiert sein, wie der WDR berichtet. Nichts besonderes denken Sie? Nun, die nachteilige Sache an dem Fall ist, dass diese Person in der Kinderoper einen Räuber spielt. Demenstrechend bestand die Berufskleidung aus einem Strumpf, der über den Kopf gestülpt war.

Aufmerksame Passanten haben die Polizei gerufen, als sie ihn durch die Straßen eilen sahen. Auf der Bühne – beim Öffnen einer Tür – hatte der Schauspieler den Lauf einer Polizeiwaffe auf sich gerichtet.

Die Beamten ließen sich nur mühsam von dessen Unschuld überzeugen.

Magisches Bett.

Marco Schultewolter am Sonntag, 14. September 2008 um 14:44


In Münster half ein “magisches Bett” den Polizeibeamten bei der Suche eines Mannes. Der Mann versteckte sich unter dam magischen Kinderbett, welches ihn auffliegen ließ.

Aus mysteriösen Gründen schwebte das Bett in der Luft. Die Beamten versuchten dieser Zauberei auf den Grund zu gehen und entdeckten den Mann, der sich darunter versteckte.

Flugs war der magische Moment jedoch vorbei. Das Bett hebte sich lediglich vom Boden ab, weil der darunter Liegende schlicht ein paar Pfunde zu viel hat, wodurch er nicht mehr darunter passte.

Guten Tag, ich bins!.

Marco Schultewolter am Freitag, 12. September 2008 um 16:54

Hessens SPD-Chefin Andrea Ypsilanti ist in eine durchaus peinliche Situation geraten. Sie telefonierte gute sieben Minuten mit einem Kollegen – dem SPD-Chef Franz Müntefering. Nun, eigentlich auch nicht. Es war lediglich ein Stimmenimitator im Auftrag des niedersächsischen Radios ffn.

Der hat seine Arbeit aber offenbar gut gemacht, schließlich bemerkte Ypsilanti den falschen Münte nicht.  Als der Imitator den Schwindel auflöste, musste Sie zunächst lachen. Trotzdem wurde die Ausstrahlung des Telefonats untersagt.

“Der Inhalt des Gesprächs ist nicht ohne. Eine Genehmigung hätte mich überrascht.”
Ina Tenz, ffn-Programmdirektorin

Erst meldete sich der Imitator im Vorzimmer, wo die Sekretärin ihn ohne weitere Prüfung zu Ypsilanti durchstellte. Der Focus schreibt, in dem Gespräch ginge es um “die Lage der Sozialdemokraten in Hessen und die Linkspartei”.

Wenn das so einfach ist, dann eigne ich mir auch eine Promi-Stimme an. Die neuesten brisanten Infos und ein bisschen Geld für Imitatoren-Aufträge sind dann nahezu sicher… Ein lukratives Geschäft.

Zeig her!.

Marco Schultewolter am Dienstag, 02. September 2008 um 21:48

Ab heutigen Abend erreichte mich per Mail eine Aufforderung

Zeig her deine Fotos und Videos

Sie war getarnt als Newsletter. Irgendeine spannende Neuigkeit, die mir unbedingt mitgeteilt werden soll; der Sinn eines Newsletters.  Der gesamte Titel lautete

Zeig her deine Fotos und Videos auf MySpace

Schüler sind Mitglied bei SchuelerVZ, Schueler.cc und wie sie nicht alle heißen. Zugleich sind sie Mitglied bei StudiVZ, weil sie dieses Netzwerk spannender finden. Um geschäftliche Kontakte zu pflegen, nutzt man dazu noch XING. Seine Freunde erreicht man bei MySpace und manchmal auch bei Facebook, Piczo und außerdem noch ein Paar bei dugg. Die neuste peinliche Situation vom Nachbarn finde ich derweil bei YouTube.

Und überall finde ich das halbe Leben über diejenige Person. Freiwillig.

Dass durch all diese sozialen Netzwerke (social network services) viele viele Menschen ihre Privatsphäre schon völlig aufgegeben haben ist ja schon schlimm genug. Ich allerdings brauche ein bisschen Raum für mich. Ich ertappe mich ja selbst dabei, wie ich solche Dienste nutze und mich der ganzen Welt öffne – aber alles muss dann doch nicht sein. Dass ich z.B. nicht mein Tagebuch bei MySpace veröffentliche, finden die Betreiber gar nicht so toll.

Doch sie versuchen zumindest, meine privaten Fotos und Videos zu ergattern! Ein Versuch ist es Wert… Kommt noch sowas, dann ist meine Mitgliedschaft bei MySpace Vergangenheit – weil eigentlich brauche ich das Ganze ja doch nicht!

Todesstrafe in Deutschland.

Simon Homölle am Dienstag, 19. August 2008 um 22:02

Ja, es gibt sie noch immer in Deutschland: Die Todestrafe! Dazu muss man aber noch sagen, dass es die Todesstrafe nur noch in Hessen gibt.

Ein Auszug aus der hessischen Verfassung:

Art. 21 Verf(Gesetz) – Landesrecht Hessen

(1) Ist jemand einer strafbaren Handlung für schuldig befunden worden, so können ihm auf Grund der Strafgesetze durch richterliches Urteil die Freiheit und die bürgerlichen Ehrenrechte entzogen oder beschränkt werden. Bei besonders schweren Verbrechen kann er zum Tode verurteilt werden. (1)

(2) Die Strafe richtet sich nach der Schwere der Tat.

(3) Alle Gefangenen sind menschlich zu behandeln.

Aber zum Glück gilt ja Bundesrecht über Landesrecht. ;)
Hierzu ein Ausschnitt aus dem Grundgesetz:

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (1)Art. 102 GG(Gesetz)

Die Todesstrafe ist abgeschafft.

Interessant wird die Sache eigentlich erst dann, falls sich das Bundesland Hessen von der Bundesrepublik einmal abtrennen würde. Dann nämlich wäre das Landesrecht, das Bundesrecht für die Bundesrepublik Hessen. Aber das würde nun zu weit führen … Wir reden ja hier von Hessen und nicht von Bayern.

Denn in Bayern wurde die Todesstrafe “formal” 1998 aus dem Landesrecht Bayern genommen (Quelle).

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