Die Zeit, in der die Zähler schneller laufen!.

Christoph Moß am Mittwoch, 19. November 2008 um 18:11


Eines Tages kam uns eine gute Bekannte meiner Mutter besuchen. Ich durfte bzw. musste mir, aus einem nicht weiter bedeutenden Grund, einen Teil ihres Gesprächs anhören. Die Bekannte erzählte, wie sie mit dem Auto bei uns in die Straße eingebogen ist und plötzlich das Gefühl hatte, dass sie hier total falsch sei. Sie fühlte sich so als wenn sie sich in einer Flugschneise befände.

Ich konnte mir schon denken was sie meinte. Sie meinte die beiden Häuser, die nun vor ihr standen. Diese waren so hell erleuchtet, dass man sich echt so vorkam als würde man sich auf einer Start- oder Landebahn eines Flughafens befinden. Es handelt sich hier um eine Situation, die sich in der Adventszeit 2007 abgespielt hat. Demnach war es eine Weihnachtsbeleuchtung, die diese beiden Häuser umgab. Diese Beleuchtung war aber sehr übertrieben. Jedes kleine Bäumlein war mit einem Lichterkranz geschmückt und dazu kam noch die Beleuchtung die an den Dächern hing.

Ob das alles sein muss? Ich meine, Weihnachten ist das Fest der Liebe und nicht das Fest der dicksten Beleuchtung. Es sah geradewegs so aus, als wenn sich die Bewohner der beiden Häuser gegenseitig duellieren würden, wer nun die schönere und hellere Lichterpracht hat. Und wahrscheinlich auch wer am meisten Strom verbraucht.

Gerade heute, wo man doch der Umwelt zur Liebe, Strom sparen sollte, gibt es immer noch Menschen, denen das anscheinend egal ist. Auch das Geld, das für die Anschaffung der Beleuchtung und den Strom drauf geht ist wohl egal. Bei so einer Beleuchtung, muss sich der Stromzähler wohl um das doppelte, nein dreifache oder mehr drehen.

Und warum das ganze? Was ist der Grund, für diese Verschwendung von Energie? Der Großteil der Bevölkerung braucht das doch auch nicht und in der heutigen Zeit sieht das auch keiner mehr als vernünftig an. Ein bisschen ist ja gut und schön. Aber zu viel ist zu viel. Es werden immer mehr Gesetze gemacht, um die Umwelt zu schützen. Ich bin der Meinung, es sollte auch etwas gegen so eine offensichtliche und unnötige Verschwendung getan werden. Ich meine damit kein Verbot, aber es muss Einschränkungen geben.

Es ist noch ein wenig Zeit bis Weihnachten aber bald fangen die Menschen wieder an, ihre Häuser mit Beleuchtungen zu schmücken. Und ich denke, es wird auch wieder Leute geben die dies übertreiben. Ich appelliere einfach mal an diese Leute, ein wenig mehr Vernunft zu zeigen und das ganze stark zu reduzieren. Dies spart Ihnen eine Menge Geld und sie tun etwas für die Umwelt. Und so bleibt Weihnachten das Fest der Liebe und nicht ein Kampf um die beste und hellste Beleuchtung. Ich wünsche Frohe Weihnachten!

Freiheit? Nein, danke!.

Simon Homölle am Mittwoch, 12. November 2008 um 19:14


So sieht es wenigstens unser Herr Bundesinnenminsiter Wolfgang Schäuble. Nun sollen auch Ärzte und Journalisten wichtige Daten über ihre Patienten bzw. Informanten an das BKA weitergeben, falls “große Gefahr” im Verzug ist. Und das alles ohne richterliche Befugnis! Ein weiterer Schritt in Richtung Kontrollstaat?

Quelle: taz.de

Hilfe! Ich muss stehen..

Christoph Moß am Mittwoch, 12. November 2008 um 15:39

Ich denke mal, viele kennen die folgende Situation. Man kommt morgens müde zum Bus und möchte einfach nur in Ruhe zur Schule fahren aber das erweist sich als eine Tortur. Auf Grund der geringen Anzahl der Sitzplätze entsteht so früh morgens am Schulbus schon ein richtiger Kampf, bei dem schnell Sachen beschädigt werden oder sogar Menschen verletzt werden. Es wird gedrängelt, geschubst und gedrückt und das alles noch vor der Tür des Busses. Ein richtiges hin und her. Und wenn man dann mal drin ist, dann hat man die Wahl auf die noch freien Plätze. Klar, dass die Wahl noch größer ist, wenn man eher in den leeren Bus kommt und deshalb will auch jeder zuerst in den Bus.

In meinem Fall sind es 15 Minuten, die der Bus für den Weg braucht. 15 Minuten – das ist schon eine lange Zeit. Sowas kann man doch Keinem zumuten. Das sollte verboten werden. Dann würde auch der Kampf, darum nicht stehen zu müssen, enden.

Ich bin der Meinung, dass man 15 Minuten sehr wohl stehen kann. Ich gehöre auch zu denen, die gerne sitzen würden. Vor allem morgens, wenn man gerade vor ca. einer halben Stunde das Bett verlassen hat. Aber deshalb drücke und schiebe ich doch nicht gleich, denn dabei laufe ich Gefahr, Kleinere zu überrennen und Sachbeschädigung an den Schulsachen der anderen, durch den hohen Druck, zu begehen. Nein Danke!

Viel lieber würde ich das ganze in Ruhe angehen und die Busfahrt als eine letzte Pause vor der Schule genießen, ohne Sachbeschädigungen und dergleichen.

Und die Kleinsten sind meist am schlimmsten. Sie könnten am meisten davon profitieren, wenn es weniger Gedrängel gibt, da sie es sind, die gegebenenfalls überrannt werden. Aber gerade die kämpfen am meisten um einen Platz. Die Älteren, die sich dadurch gestört fühlen drücken dann zurück und wie man sich denken kann, führt dies zum hin und her.

Ich kann sehr wohl verstehen, dass ältere Menschen nicht mehr so lange stehen können aber Jugendlich ab einem Alter von 12, maximal 14 Jahren werden wohl 15 Minuten stehen können. Die Pausen in der Schule sind auch nicht kürzer und da geht das doch auch.

Wo ich gerade die Älteren Menschen angesprochen habe, komme ich nun zu einem weiteren sehr verbreiteten Phänomen. Und zwar hat der Sitzplatz im Bus auch anscheinend immer mehr Wert. Inzwischen ist es schon so, dass ältere Menschen im Bus stehen müssen weil die Sitzplätze ja schon mit Jugendlichen besetzt sind oder sogar manchmal nur mit deren Taschen. Ich finde, so etwas gehört sich nicht und bin der Meinung, dass die Jugendlichen genug Anstand haben sollten, den Platz zu räumen, um den älteren Mitmenschen das Sitzen zu ermöglichen.

Das Gedrängel vor dem Bus wird sich sehr wahrscheinlich nur ändern, wenn es mehr Schulbusse gibt oder weniger Schüler, denn auf die Vernunft der Schüler kann man wohl nicht bauen. Des Weiteren hoffe ich auf eine baldige Änderung bezüglich der älteren Generationen die im stehen reist. An dieser Stelle kann ich wohl an die Vernunft der Jugendlichen appellieren und hoffe auf mehr Mitgefühl.

Providerwechsel.

Marco Schultewolter am Samstag, 08. November 2008 um 09:50

Mit einigen Problemen sind wir nun endlich umgezogen. Es hat eine ganze Woche gedauert, bis wir von unserem insolventen alten Hoster (comdivision) zu einem Neuen (goneo) wechseln konnten.

Die Nachricht der Insolvenz erreichte uns am 31.10.2008. Ab dem Zeitpunkt hat die comdivision GmbH offenbar sämtliche Leistungen im Bereich Kundenkontakt eingestellt. Telefonate, Faxe, E-Mails verliefen offenbar ins Leere. Und ich habe neben blosse.de noch 4 weitere Verträge dort.

Man könnte denken: Schnell wechseln und gut ists… Aber da gibt es ein Problem; der alte Hoster muss bei einem Umzug der Domain zustimmen. Dazu teilt man diesem sein Einverständnis mit, was sich dabei allerdings als nicht so einfach herausstellte. Eine Genehmigung fand nicht statt.

blosse-Redakteur Marco Schultewolter vor dem Sitz der comdivision GmbHNoch ein paar Faxe, E-Mails und vergebliche Telefon-Versuche später wandten wir uns eine Ebene höher. Die Stelle, bei der die comdivision GmbH die Domains registrierte. Denen gaben wir das Einverständnis, unabhängig der comdivision GmbH einen solchen Antrag zu genehmigen. Parallel dazu machte sich die blosse-Redaktion auf den Weg nach Münster, wo der Hoster seinen Sitz hat. Die Klingelversuche bei der Firma verliefen erfolglos. Auch als wir es bei dem Geschäftsführer privat versucht haben, konnten wir niemanden antreffen.

Uns blieb also nur über, einen Hinweis darauf in dem Postkasten zu hinterlassen und wieder abzureisen. Nun ist es aber endlich geschafft. blosse.de ist endlich umgezogen (meine 4 anderen Domains liegen immer noch bei der comdivision GmbH). Als Besucher von blosse.de sollten Sie nun allerdings nichts mehr von dem Umzug bemerken. Wenn doch irgendwo einmal Darstellungs- oder andere Fehler auftreten, bitten wir Sie, dies zu melden. Eine kurze Mail an marco.s [at] blosse.de genügt hier bereits.

Und nun geht es mit blosse wie gewohnt weiter.

Halloween.

Carsten Röttger am Freitag, 31. Oktober 2008 um 00:00

Es ist der 31. Oktober und vielleicht gehen auch bei Ihnen die lustig, gruselig verkleideten Kinder umher.

Vielleicht haben Sie Ihr Haus schön geschmückt, Kürbisse geschnitzt und Süßigkeiten gekauft und vielleicht gehen Ihre eigenen Kinder heute auf die Straße und fragen Ihre Nachbarn nach Leckereien.

Aber warum das alles? Feiern wir Halloween, weil wir nur darauf warten, durch hektisches Geklingel vor unseren Fernsehapparaten weggelockt zu werden, um fremden Kindern die Tür zu öffnen, von ihnen bedroht zu werden, wenn wir ihnen nichts Süßes gäben, sie uns einen Streich spielen würden und um dann ihren Forderungen nachzugeben und die teuren Süßigkeiten rausrücken, welche wir uns soeben noch selbst haben schmecken lassen?

Nein, wohl kaum. Wir feiern es, weil Marketing-Experten neben Weihnachten nun auch dieses Fest für ihre Umsatz-Steigerung entdeckt haben. Sie geben diesen Konsum-Brauch unterschwellig durch unsere Kinder an uns weiter, indem amerikanisch geprägte Sender wie SuperRTL – bei welchem die Walt Disney Company mit 50% als Gesellschafter eingetragen ist – unsere Kinder mit Serienspecials rund um Halloween berieseln und deren Werbung sich nur noch um Halloween-Deko-Artikel, Halloween-Süßigkeiten und Halloween-Getränke dreht, um den Kleinen das Fest mit Spaß und bunten Bildern schmackhaft zu machen.

Wer von Ihnen, der sich gerade für Halloween bereitmacht und auf die verkleideten Kinder vor der Tür wartet, kam von selbst auf die Idee Süßigkeiten an vielleicht fremde Kinder zu verteilen? Ich bin mir sicher, dass Ihre Kinder sie dazu verleitet haben, denn welcher Erwachsene kommt auf die Idee, sich mit einer Tüte in der Hand vor der Tür des Nachbarn sehen zu lassen, um ein paar Bonbons zu erbetteln?

Natürlich gibt es Halloween auch für Erwachsene. Es wimmelt ja nur von Halloween-Festen bei denen die Kneipen genauso wie das Eigenheim geschmückt und spezielle Halloween-Cocktails gemixt werden. Aber brauchen wir zum Feiern wirklich noch ein Fest? Können wir mit dem Kostümieren nicht bis zum elften November warten? Was da nochmal ist? Fasching, natürlich!

Seit den 1990ern zeigt sich der Trend zu Halloween – welcher urprünglich aus Irland kommt, aber im 19. Jahrhundert auch in den Vereinigten Staaten immer populärer wurde – auch bei uns. Wir dürfen aber nicht zulassen, dass wir wegen dieser Bräuche, die nur wegen des Ziels möglichst viel Geld zu scheffeln eingeschleppt wurden, unsere eigenen vernachlässigen.

Jedes Land hat seine eigenen Bräuche und sollte sie auch pflegen. Irland und Amerika haben Halloween, Deutschland (u.a. Köln), Italien (Venedig), Spanien (Santa Cruz de Tenerife) und Brasilien (Rio) haben Karneval.

Deswegen spart euch die Kostüme für Karneval auf und auch das Geld, welches ihr für die ganzen Deko-Artikel und Süßigkeiten ausgegeben hättet. Aber falls ihr dennoch auf die gerissenen Marketing-Strategien hereinfallen wollt, gebt euer Geld ruhig aus; der Kommerz wird es euch danken.

Neulich im Bus… #10.

Marco Schultewolter am Mittwoch, 29. Oktober 2008 um 20:10

Ich darf einmal ein Telefonat aus dem Zug wiedergeben:

Ja, ich bins!

Ein wirklich interessanter Anfang. Der Junge Mann beginnt seine Begrüßung – ach was rede ich? – seine Kenntlichmachung mit einem “Ja”. Ja, warum nicht?

Seine eigentliche Kenntlichmachung besteht daraus zu sagen, dass er es sei. Das ist eine äußerst aufschlussreiche Aussage. Wäre ja auch fatal nicht zu wissen, dass “er es ist“.

Hattest du grade angerufen?
OK, bis gleich, ciao.

Zwischen den beiden Sätzen machte “er” nicht zwei Sekunden Pause. Man darf also vermuten, dass sein Gesprächspartner verneinte. Ansonsten wär das Gespräch ja vermutlich anders weiter verlaufen.

Kurz und knapp gehalten und doch kaum Informationen drin. So muss ein modernes Telefonat aussehen!

Aktiv gegen Rasen.

Marco Schultewolter am Dienstag, 28. Oktober 2008 um 19:52

“Hier sind ja so viele Raser. Ein Zebrastreifen wäre hier ideal.”

Natürlich wäre der ideal. Doch man darf ihn trotzdem nicht selbst auf die Straße malen. Ein 70-jähriger Mann aus Hessen hatte diese Idee am vergangenen Sonntag und setzte sie mit Acrylfarbe um.

Eine Anzeige wegen Amtsanmaßung und Sachbeschädigung sind die Folge. Der Schaden beläuft sich auf ca. 500 Euro.

Zu viel des Guten.

Marco Schultewolter am Dienstag, 28. Oktober 2008 um 19:21


Ein Wettessen. Ein Spaß, den mal sich mal gönnen kann. Ein Taiwanischer Student hat das aber übertrieben:

Zwei Teigtaschen – gefüllt mit Eiern und Käse. Binnen einer Minute. Danach flüchtete er direkt zur Toilette, wo man ihn kurz darauf fand – nicht ansprechbar. Im Krankenhaus starb der erst 23-jährige Student dann.

Mit 2 Teigtaschen ist er zwar der Gewinner des Wettessens, doch sein Preisgeld von umgerechnet 47 Euro kann er wohl nicht mehr entgegennehmen…. Zu viel des Guten!

Und wer ist Schuld?.

Marco Schultewolter am Samstag, 18. Oktober 2008 um 11:00

Nicht die Schweizer, sondern Gott! Das meint zumindest Ernie Chambers, Senator aus Nebraska. Er hat nämlich im September 2007 Klage gegen Gott eingereicht. Eine einstweilige Verfügung solle das Gericht Gott geben, die es ihm verbietet, schädliche Handlungen und Terrordrohungen zu äußern, schließlich habe Gott ” zahlreiche terroristische Drohungen schwerster Art gegen unzählige Personen, den Kläger eingeschlossen, geäußert” (heise Telepolis).

Beim Bezirksgericht Douglas landete die Klage auf dem Tisch. Wieso gerade da? Chambers sagt, Gott sei ja allgegenwärtig. Dann wird er wohl auch da sein… Klingt logisch, oder?

Das Gericht wies die Klage dennoch zurück, da sie behaupteten, für Gott nicht zuständig zu sein. Sie können die Adresse nicht auffinden. Man muss aber einen Zugang zum Beklagten haben, um ihn verklagen zu können.

Aber Gott muss ja von der Klage wissen. Er ist ja allwissend.

Neulich im Bus… #9.

Marco Schultewolter am Freitag, 17. Oktober 2008 um 15:07

Es ist Freitag. Wie gewohnt ist der Zug voller halb oder Vollbetrunkenen Grüppchen, die das Wochenende für Alkoholexzesse in irgendwelchen dafür vorgesehenen Stätten nutzen möchten.

Heute saß ich genau zwischen zwei solcher Gruppen. Beide erst noch am Anfang ihrer Saufaktivitäten – schließlich war es noch früh am Morgen. Eine Gruppe bestand nur aus Männern, die andere nur aus Frauen. Als “Neulich im Bus…”-Autor lauscht man auch ganz gern mal, was da so abgeht:

Man erkennt problemlos den Unterschied der Gesprächsthemen. Zunächst die Männer. Es ging um die aktuelle Finanzkrise, Entfernungen der Orte, die sie noch zu bereisen haben, um ans Ziel (Hamburg) zu kommen und Alkohol. Alles natürlich auf dem bekannten “Stammtischniveau“.

Beobachtet man dagegen die Frauen, dann geht es niemals um solche Themen. Die eine wollte ihre belegten Brötchen loswerden, damit sie diese nicht mehr “mitschleppen” muss, die andere probiert ganz gespannt und aufgeregt die ihr nicht bekannten Bonbons, die ihre Freundin mitnahm. Zusammen überlegten Sie, wie sie auf der Tour wohl am besten an Männer kämen, wobei sie schließlich auf die Idee kamen, sich ein Schild umzuhängen auf dem steht:

Wir sind noch frei!

Alles natürlich mit dem bekannten Gegackere.

Beide Gruppen amüsierten sich also prächtig – wenn auch ganz unterschiedlich!

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