Kategorie Gesellschaft.

Interview mit Gott.

Montag, 29. September 2008 um 00:46

Guten Tag, Herr Gott

Udo Lindenberg singt von einem Interview mit Gott und Journalisten träumen von einem Interview mit Gott. Zumindest tut das Wolf von Lojewski, ehemaliger Journalist für die ARD und das ZDF. Er malt sich schon aus, wie sein Interview auszusehen hat.

Er sei zunächst jedoch gespannt, ob Gott ihm ein Interview gibt, wenn sie aufeinander treffen. Dann möchte er mit Gott streiten.

“Streiten bedeutet für mich: ehrliche Fragen stellen.”

“Gott kennt jeden Menschen und interessiert sich für jeden Einzelnen, der sich ihm anvertraut.”
Wolf von Lojewski

Wir wünschen von Lojewski viel Erfolg bei seinem Vorhaben. Und eins versprechen wir unseren Lesern: Sollte blosse.de einmal die Gelegeheit für ein Interview mit Gott bekommen, so werden wir uns diese nicht entgehen lassen!

Gute Besserung, Raucher!.

Dienstag, 16. September 2008 um 18:47


Raucher dürfen diskriminiert werden. Schließlich deckt das Antidiskriminierungsgesetz nicht die Raucher ab. Laut der EU-Kommission ist das auch gewollt. Bekannt geworden ist das mit den Fällen der Jobverweigerung gegenüber Rauchern.

Das ist aber nichts neues. Nun fordert die Bundesärztekammer allerdings, dass Raucher künftig als krank eingestuft werden. Als krank kann man diese Selbstzerstümmelung und die Qual aller Mitmenschen zwar ohnehin bezeichnen, doch nun soll es ganz offiziell so werden.

“Aus medizinischer Sicht ist Tabakabhängigkeit eine Suchtkrankheit wie etwa Alkoholismus auch.”
Roland Stahl, Kassenärztliche Bundesvereinigung
(zitiert nach Süddeutsche Zeitung, 16.09.2008)

Faktisch würden somit Alkoholabhängige mit Rauchern auf eine Ebene gebracht werden. Das Zitat vergleicht zwar beides, doch in der heutigen Gesellschaft gibt es eine riesige Kluft zwischen den Ansichten dieser beiden Krankheiten. Alkoholkranken wird versucht dabei zu helfen, dort herauszukommen und teilweise bemitleidet oder manchmal auch verpöhnt. Raucher sind dagegen ganz normal. Sie leben unter uns wie jeder gesunde Mensch auch.

Und gerade wegen dieser vermeintlichen Normalität wird auch bei der Krankisierung des Rauchens das Bild bei den Meisten nicht verändert.  “Ups, Rauchen ist so schlimm wie Alkoholabhängig zu sein” – das wird sich wohl niemand sagen. Schade eigentlich!

Magisches Bett.

Sonntag, 14. September 2008 um 14:44


In Münster half ein “magisches Bett” den Polizeibeamten bei der Suche eines Mannes. Der Mann versteckte sich unter dam magischen Kinderbett, welches ihn auffliegen ließ.

Aus mysteriösen Gründen schwebte das Bett in der Luft. Die Beamten versuchten dieser Zauberei auf den Grund zu gehen und entdeckten den Mann, der sich darunter versteckte.

Flugs war der magische Moment jedoch vorbei. Das Bett hebte sich lediglich vom Boden ab, weil der darunter Liegende schlicht ein paar Pfunde zu viel hat, wodurch er nicht mehr darunter passte.

Todesstrafe in Deutschland.

Dienstag, 19. August 2008 um 22:02

Ja, es gibt sie noch immer in Deutschland: Die Todestrafe! Dazu muss man aber noch sagen, dass es die Todesstrafe nur noch in Hessen gibt.

Ein Auszug aus der hessischen Verfassung:

Art. 21 Verf(Gesetz) – Landesrecht Hessen

(1) Ist jemand einer strafbaren Handlung für schuldig befunden worden, so können ihm auf Grund der Strafgesetze durch richterliches Urteil die Freiheit und die bürgerlichen Ehrenrechte entzogen oder beschränkt werden. Bei besonders schweren Verbrechen kann er zum Tode verurteilt werden. (1)

(2) Die Strafe richtet sich nach der Schwere der Tat.

(3) Alle Gefangenen sind menschlich zu behandeln.

Aber zum Glück gilt ja Bundesrecht über Landesrecht. ;)
Hierzu ein Ausschnitt aus dem Grundgesetz:

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (1)Art. 102 GG(Gesetz)

Die Todesstrafe ist abgeschafft.

Interessant wird die Sache eigentlich erst dann, falls sich das Bundesland Hessen von der Bundesrepublik einmal abtrennen würde. Dann nämlich wäre das Landesrecht, das Bundesrecht für die Bundesrepublik Hessen. Aber das würde nun zu weit führen … Wir reden ja hier von Hessen und nicht von Bayern.

Denn in Bayern wurde die Todesstrafe “formal” 1998 aus dem Landesrecht Bayern genommen (Quelle).

Nichtraucherschutzgesetz.

Mittwoch, 13. August 2008 um 17:17

Seit dem 1. Januar 2008 gibt es das Nichtraucherschutzgesetz (NiSchG NRW) auch in NRW. Es besagt, dass in allen öffentlichen Gebäuden, sowie in Gaststätten, nicht mehr geraucht werden darf.
Aber es gibt Ausnahmen: So darf in Gaststätten weiterhin geraucht werden, wenn sie ein abgetrenntes Raucherzimmer einrichten, welches aber nur den kleineren Teil der Gesamtfläche in Anspruch nehmen darf. Des Weiteren können Gaststätten sich als Raucherclub deklarieren, deren Hauptzweck “der Genuss des Tabakrauchens“ ist. Die Bayern brauchen natürlich wieder eine extra (Weiß-)Wurst, weshalb es bei ihnen die selbe Möglichkeit, nur in grün gibt:
Der “Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur” ist der am schnellsten wachsende Club in Deutschland; mit ca. 70.000 Mitgliedern im April 2008 ist er auf Platz 3 der größten Clubs in Deutschland, nach dem ADAC und dem FC Bayern.

Viele Menschen, vor allem Wirte, sehen das Nichtraucherschutzgesetz jedoch als einen Wirtschaftsbremser. Sie haben die Befürchtung, dass durch das Gesetz viele Raucher dazu bewegt sind, nicht mehr in ihre Kneipe zu gehen, um dort gemütlich mit Freunden ein Bier zu trinken, da ihr “Recht” auf eine Zigarette nicht gegeben sei. Tatsächlich ist es so, dass in Ländern, in denen ein vergleichbares Gesetz beschlossen wurde, die Kneipen eine Umsatzsteigerung verbuchen konnten; in Dänemark betrug diese am 01. September 2007 acht, in Neuseeland seit dem Jahr 2005 zehn Prozent. In Ländern mit einer großen Kneipenkultur wie Irland konnte man aber nach der Einführung eines Rauchverbotes ein „Kneipensterben“ beobachten, welches sich nun auch in England zeigt: Dort hat sich die Zahl der Geschäftsaufgaben innerhalb eines Jahres (2006-2007) versiebenfacht.
Das könnte aber in Deutschland erst einmal verhindert werden:
Am 30. Juli 2008 entschied das Bundesverfassungsgericht, dass Raucher künftig wieder in kleinen Eckkneipen geduldet werden, was aber nur unter bestimmten Bedingungen geschehen darf.
So muss die Eckkneipe aus einem Raum, der weniger als 75 Quadratmeter fasst, bestehen, außerdem dürfen Jugendliche keinen Zutritt haben und  es dürfen keine „zubereiteten Speisen“ angeboten werden (was alles unter diese Definition fällt, wird sich wahrscheinlich durch einzelne Auseinandersetzungen zwischen Wirten und Behörden festlegen).
Dies ist aber nur eine Übergangsregelung, die bis zum Erlass neuer Gesetze und spätestens bis 2009 gilt.
Auf lange Sicht werden gastronomische Einraumbetriebe wahrscheinlich aber gänzlich verschwinden, oder zumindest beträchtlich schrumpfen, da zwischen den Jahren 2000 und 2006 die Zahl dieser Gastronomiebetriebe um ca. 8000 abnahm.

Es ist schon lange bekannt, dass Nikotin eine süchtig machende und gesundheitsschädigende Droge ist. Nach relativ neuen Erkenntnissen ist sie sogar unter den Top ten (Platz neun) unter den gefährlichsten Drogen in Betrachtung von „Gesundheitsgefahr, Suchtpotential und Schaden für die Gesellschaft“ und steht damit vor Canabis, LSD und Ecstasy; Alkohol steht auf Platz fünf und angeführt wird die Liste von Heroin (Platz eins) und Kokain (Platz zwei).

Warum Nikotin (und damit Zigaretten) eine der am meisten konsumierten Drogen Deutschlands ist, hat den Grund, dass es u.a. Dopamin (ugs. Glückshormone) ausschüttet, also auch eine berauschende Wirkung ausübt, aber ohne zu beduseln. Deshalb kann man sie in jeder Lebenslage konsumieren, ohne dass sie (während des Konsums) körperlich und geistig beeinträchtigt und somit nicht als störend empfunden wird.

Wenn Drogen wie LSD – die wesentlich ungefährlicher und, wie Albert Hoffmann sagte, zur Heilung psychisch Kranker eingesetzt werden können – verboten sind, dann sollte Nikotin allemal verboten werden. Die gesundheitlichen Schäden durch das beim Verbrennen von Tabak entstehende Aerosol sind gravierend:
Zigarettenrauch enthält bis zu 12000 verschiedene chemische Verbindungen, von denen über 2000 als Giftstoffe bekannt sind, u.a. Blausäure und Kohlenstoffmonoxid. Zudem gibt es Bestandteile, die krebserzeugend und krebserregend sind. Wer “nur” zehn Zigaretten täglich raucht, vermindert sein Leben um drei Jahre. Diese Tatsache macht es unnötig, die ellenlange Liste von gesundheitlichen Risiken durch Tabakrauchen hier zuzuschreiben.

Viele Raucher scheinen immer noch nicht begriffen zu haben, dass Nikotin – und somit ihre Zigaretten – eine Droge ist und wollen nicht auf ihr vermeintliches Recht des Rauchens verzichten. Manche vertreten sogar die Meinung, dass Nicht-Raucher damit rechnen müssten, dass sie, wenn sie in eine Kneipe oder Diskothek gingen, zugequalmt würden.

Durch das neue Nicht-Raucherschutzgesetz wurde endlich gezeigt, dass nicht die Raucher diejenigen sind, die ein Recht auf Rauchen, sondern die Nicht-Raucher ein Recht darauf verdienen, dass nicht geraucht wird. Allerdings könnte das Gesetz noch weitergehen und das generelle Rauchen verbieten. Zumindest ein generelles Rauchverbot in Gaststätten wäre nicht gegen das Grundgesetz, sagten die Karlsruher Richter.

Wählerchen.

Donnerstag, 10. Juli 2008 um 22:41

Vor der Wahl noch schnell ein Mittagsschläfchen...

Ein parteiübergreifender Antrag im Bundestag fordert ein etwas abgeändertes Wahlrecht für Bundes- und Landtagswahlen. Sie möchten, dass einem das Wahlrecht bereits von der Geburt an eingeräumt wird; einem also sprichwörtlich mit in die Wiege gelegt wird.

Da den fordernden Abgeordneten jedoch klar ist, dass die Kinder nicht gleich in der Lage sind, eine sinnvolle Wahl zu treffen, dürfen deren Eltern zunächst entscheiden, welche politische Wahl ihrem Sprössling am besten täte. Das Kind kann dann von selbst sagen, wann es selbst wählen möchte, wenn es sich reif genug dafür fühlt.

Die Folge wäre also ein doppeltes Wahlrecht für Eltern oder gar ein 5-faches Wahlrecht für eine Famile mit 5 jungen Kindern. Denn mal ehrlich: Wird irgendein Elter (ja, das ist der richtige Singular von Eltern) für den Nachkömmling eine andere Wahl treffen als sie es für sich selbst tun? Natürlich nicht. Es sei denn man ist sich unsicher und wählt für jede Partei einmal (vorausgesetzt es sind genug Kinder vorhanden).

Man mag nun spekulieren, welchen Sinn eine solche Änderung, die schließlich eine Grundgesetzänderung erfordert, ergibt. Ist es wirklich die Gleichstellung, die im Vordergrund steht? Oder macht den Politikern vielleicht doch der demografische Wandel zu schaffen und das Ganze soll nur bezwecken, dass die Deutschen endlich mehr Kinder bekommen?

Es ist nicht ganz geklärt. Man mag noch munkeln, doch letztendlich müssen wir abwarten. Allerdings darf man ebenso bezweifeln, ob es ein solcher Vorschlag tatsächlich weit schafft…

Sauf, Kindlein, Sauf ….

Montag, 02. Juni 2008 um 18:38

Sauf, Kindlein, Sauf!

Kaum wird in der Londoner U-Bahn gesoffen, schon wird heftig diskutiert, wie man den Alkoholkonsum von Jugendlichen eindämmen kann. Eigentlich ja ganz positiv!

Zunächst erfuhr man in den Medien ja, dass ein Alkoholverbot in den öffentlichen Verkehrsmitteln geplant sei. Tolle Idee. Wenn es dabei bliebe…

Die britischen Minister für Jugend, für Gesundheit und für Inneres haben sich allerdings einen Staat angesehen, bei dem Alkohol unter Jugendlichen ein nicht so großes Thema ist und analysiert; bei Italienern ist die Rate nämlich wesentlich geringer. Das liegt, so die Minister, vermutlich daran, dass den Kindern schon früh Alkohol “verabreicht” wird.
Der Jugendminister Ed Balls möchte nun den Kleinkindern in Großbritannien unbedenkliche Mengen Alkohol einflößen, um “eine neue Trinkkultur” einzuleiten.
In Großbritannien werden Probleme offenbar ziemlich rigoros gelöst. Was daraus wird, bleibt abzuwarten. Wenn es denn soweit kommt..

Mama, wo kommen die Politiker eigentlich her?.

Sonntag, 01. Juni 2008 um 19:32

Ja, das ist eine gute Frage. Wo kommt der Politiker eigentlich her? Wer wählt ihn und warum wurde er gewählt?

Die erste Frage ist noch ganz leicht zu beantworten. Natürlich werden Politker vom Klapperstorch gebracht. Früher einmal bekamen sie sogar Bonusmeilen dafür.

Die Frage, wer den Politiker wählt wäre eigentlich auch ganz leicht, wenn man wüsste wer überhaupt noch wählt? Aussagen wie “Der hält eh nicht was er verspricht.” “Ich mag seine Frisur nicht.” und “Ey Alter, was is ne Wahl eigentlich?” gehören mittlerweile an die Tagesordnung.

Jetzt fragt sich der ein oder andere warum wählen wir überhaupt. Die Antwort ist ganz leicht: Wählen macht Spaß. Ein Großteil der Bevölkerung weiß einfach nicht was sie wählen soll und Fragen wie “Sag mal wer Stop.” aus den Wahlkabinen amüsieren einen immer wieder.

P.S. : Nicht wählen hilft den Falschen!

Drei – zwei – eins – immer noch meins!.

Freitag, 30. Mai 2008 um 19:55

Der kleine Merlin hat es nun wieder zurück zu seinen Eltern geschafft. Vor kurzem haben seine Eltern ihn bei Ebay zum Verkauf angeboten (blosse berichtete), woraufhin er vom Jugendamt in eine Klink untergebracht wurde.

Dieses Wochenende schläft das Ebay-Baby – wie es in der Presse bereits genannt wird – jedoch wieder zu Hause. Schlecht ging es Merlin bei den Eltern zuvor auch nicht – gesund und gut entwickelt; ohne jeglichen Verdacht auf Vernachlässigung.

Ein Gutachter stufte die beiden Eltern auch als erziehungsfähig ein, was vielleicht die Aussage, dass alles nur ein Spaß gewesen sei, bestätigen könnte. Schließlich erklärten sie schon zu beginn, dass sie Bieter auf die Auktion selbst angezeigt hätten. Eventuell ist ja tatsächlich was dran …

Eltern werden via Ebay.

Samstag, 24. Mai 2008 um 18:02

Dann geh ich halt...

Bei Ebay gibt es alles. Früher schmunzelte man noch über Anzeigen für Ebay beim Google-Suchdienst.

Max. Gebraucht und neu. Ab 1 Euro.

Heute ist das alles schon Wirklichkeit. Die versteigerte Person heißt zwar Merlin, aber das ist völlig unwesentlich. Eine 23-jährige Mutter hat ihr sieben Monate altes Baby bei dem Online-Auktionshaus zum Verkauf angeboten. Mindestgebot: einen Euro.

Biete hier mein noch fast neues Baby zum Verkauf an, da es mir mittlerweile zu laut geworden ist. Es ist ein männliches Baby, gute 70 cm groß. Man kann es im Tragetuch oder im Kinderwagen benutzen.

So stand es in dem Angebot. Zweieinhalb Stunden später war das Angebot von Ebay gelöscht worden und die Polizei hatte auch bereits Interesse an dem Baby. Mit Hilfe von Ebay konnte sie die Eltern auch finden, doch sie halten daran fest, dass alles nur ein Spaß gewesen sein soll.

Ganz ohne Gebot bei Ebay ist das Jugendamt nun an das Baby gekommen und bringt es zunächst in einer Kinderklinik unter. Die Polizei ermittelt nun wegen Verdacht des Kinderhandels.

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