Kategorie Gesellschaft.

Nikolaus, Weihnachtsmann und Christkind.

Mittwoch, 24. Dezember 2008 um 00:09


Nikolaus, Weihnachtsmann oder Christkind. Wer kennt sie nicht? Doch wer weiß heute noch, wie sie entstanden sind, warum wir sie feiern und wo die Unterschiede sind?

Leider weiß heute tatsächlich kaum noch jemand, wo die Unterschiede zwischen diesen drei „Geschenkebringern“ liegen. Deshalb möchte ich hier Abhilfe schaffen…

Anfangen werde ich mit dem Nikolaus. Denn er ist derjenige, der zu erst da war. Der Nikolaus, den wir am 6. Dezember feiern, ist der Bischof Nikolaus von Myra, der im 4. Jahrhundert gelebt hat. Diesen Nikolaus gab es tatsächlich und es ranken sich eine Menge Legenden um ihn. Da ich hier nicht alle Legenden auflisten kann, werde ich mich mit einigen beschränken. Die Erste, ist die Legende der „Hungersnot“. In dieser Legende wird berichtet, dass die Stadt, in der der Bischof Nikolaus damals lebte, Hunger litt. Es kam ein Schiff, das voll beladen war mit Korn. Die Menschen baten etwas von dem Korn abzubekommen, doch die Seeleute fürchteten die Reaktion des Händlers, der auf die Ladung wartete. Als Bischof Nikolaus sie allerdings um das Korn bat und ihnen versprach, dass wenn sie dem Händler die Ware übergeben, kein einziges Korn fehlen würde, glaubten sie ihm und gaben den Menschen einige Säcke Korn. Als die Seefahrer dem Händler die Ladung übergaben, fehlte tatsächlich kein einziges Korn.

Eine weitere Legende, ist die der „drei Jungfrauen“. Hier wird berichtet, dass ein armer Mann die Mitgift für seine Töchter nicht aufbringen kann und sie deshalb nicht heiraten konnten. Da der Mann so arm war, hätten seine Töchter als Prostituierte Geld verdienen müssen. Doch Bischof Nikolaus hörte davon und warf in drei Nächten je einen Sack mit Geld in das Zimmer, in dem die drei Frauen schliefen. Mit Hilfe von diesem Geld konnte der Mann seinen Töchtern eine ausreichende Mitgift geben und sie verheiraten.

Dies sind jedoch nur Legenden. Mit Sicherheit können wir über Bischof Nikolaus von Myra nur sagen, dass er reich geboren wurde und als seine Eltern starben er seinen ganzen Reichtum an die Armen verschenkte. Außerdem wird berichtet, dass Bischof Nikolaus ein sehr gläubiger Mann war und half, wenn er irgendwo Not oder Leid sah.

Gefeiert wird Nikolaus am 6. Dezember, da dies sein Todestag war. Der Brauch, dass ein Nikolaus von Haus zu Haus geht, kommt von Nikolaus selber. Denn Nikolaus ist damals jedes Jahr zu seinem Geburtstag mit einem Sack voll mit Nüssen, Lebkuchen und anderen Dingen durch die Straßen gegangen und hat sie an die Leute verteilt, die ihm begegneten. Dass der Nikolaus schaut, welche Kinder brav waren und welche nicht, ist auf eine Geschichte aus dem neuen Testament zurückzuführen, in der ein Mann drei seiner Arbeiter Goldstücke zur Aufbewahrung gibt. Diese verteilt er je nach Rang und Stellung. Am Ende der Geschichte urteilt der Mann über die drei Arbeiter, die ihm das Geld wiedergeben sollen. Jetzt bleibt noch die Frage offen, warum viele Kinder einen Schuh nach draußen stellen. Dies ist auf die Legenden zurückzuführen. Denn angeblich ist in der Legende der „drei Jungfrauen“ einen der drei Säcke in einen Strumpf gefallen, der unter dem Fenster hing.

Dargestellt wird Bischof Nikolaus in einem katholischen Bischofsmantel in rot und weiß. Dazu die Mitra (Bischof Kopfbedeckung) und der Hirtenstab oder auch Krummstab.

Bischof Nikolaus tritt außerdem meist mit einem Begleiter auf. Dem Knecht Ruprecht. Dieser entstammt der germanischen Sagenwelt und ist mit Kobolden verwandt. Seine Aufgabe ist es, die Kinder, die nicht brav waren zu bestrafen.

Aus diesen beiden Gestalten ist in Amerika dann schließlich im 17. Jahrhundert der Weihnachtsmann geworden. Dies geschah hauptsächlich durch Niederländische Emigranten. Sie brachten den bei ihnen so beliebten Nikolaus nach Amerika. In Amerika vermischte man den Nikolaus und den Knecht Ruprecht zu einer Person und ließ ihn am 25. Dezember mit Hilfe eines Schlittens, der von Rentieren gezogen wir, seine Geschenke verteilen. Dabei bestraft er selbst die Kinder die nicht brav gewesen sind.

Auch wenn der Weihnachtsmann bereits im 17. Jahrhundert entstand, wurde er doch erst ein Jahrhundert später richtig bekannt.

Dargestellt wird der Weihnachtsmann in einem Mantel mit Pelz, einem langen weißen Bart, einer Pudel- oder Plümmelmütze und mit einem Geschenksack. Und Coca-Cola gab ihm dann später die rot-weiße Farbe…

Kommen wir nun zu unserem letzten Geschenkebringer. Das Christkind.
Das Christkind ist von Martin Luther erfunden worden. Die Gründe die er dafür hatte, waren wohl, dass er zum einen das Christkind in den Vordergrund stellen wollte und zum anderen nicht auf die Geschenke, die der Nikolaus brachte verzichten wollte. Denn da er als Protestant die katholischen Heiligen ablehnte, konnte er Nikolaus nicht feiern. So dachte er sich den „Heiligen Christen“ aus, der schon bald zum Christkind wurde. Auch das Christkind beschenkt bloß die braven Kinder, doch im Gegensatz zum Weihnachtsmann und zum Nikolaus, bestraft es nicht die Unartigen. Die Geschenke werden in der Nacht von dem 24. auf den 25. Dezember verteilt.

Dieser Brauch, zu dem auch der Adventskranz und der Weihnachtsbaum gehören, wurde bis 1900 nur von den Protestanten gefeiert. Die Katholiken übernahmen ihn erst im 20. Jahrhundert.

Allerdings gibt es einen großen Unterschied des Christkindes zu den anderen beiden. Dieser Unterschied ist die Darstellung. Denn das Christkind wir meistens als Engel oder als Mädchen dargestellt.

Waffe gegen Gutschein.

Freitag, 19. Dezember 2008 um 16:49


Seit 2005 kann man sich zur Weihnachtszeit im Stadtteil Compton in L.A. ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk machen: einen Gutschein, im Tausch gegen die illegal erworbene Waffe.

Diese Idee muss den Behörden in Los Angelos wohl gekommen sein, da die Kriminalitätsrate in dem Vorort besonders hoch ist.
Das private Forschungsinstitut Morgan Quitno zählt es zu den gefährlichsten Orten in den Vereinigten Staaten und dort ist, wie T-online berichtet, “die Wahrscheinlichkeit, durch eine Kugel zu sterben, zehn Mal größer als in anderen Landesteilen”.

Im letzten Jahr betrug die Anzahl der abgegebenen Waffen ca. 400, wobei sie in diesem Jahr auf mehr als das doppelte, nämlich auf bis zu 1000, gestiegen ist.

Auch konnte ein Wandel in der Art der Gutscheine beobachtet werden. Denn waren es im letzten Jahr noch vermehrt Gutscheine für Elektronikmärkte, machen nun Supermartktgutscheine das Rennen.

Diese Veränderung der Quantität der abgegebenen Waffen und der Art der Gutscheine liegt wohl unmittelbar mit der Wirtschaftskrise im Zusammenhang.
Viele, welche ihre Waffen dort abgeben, sind auf das Geld angewiesen, da sie sonst ihr Familie nicht mehr vernünftig ernähren können.

Wer sich fragt, was mit den ganzen Waffen gemacht wird, bekommt die Antwort, dass die Polizei sie erst daraufhin prüft, ob mit ihnen ein Verbrechen begangen wurde und sie – wenn dies nicht der Fall sein sollte – einschmelzt.

Natürlich ist klar, dass die vielen Banden nicht ihre Waffen abgeben werden, aber wenigstens können dann verzweifelte Väter, deren Familie mit leerem Kühlschrank und Magen zuhause sitzt, nicht aus Verzweiflung ein Verbrechen begehen, um Lebensmittel zu kaufen.

Denn eine Arbeitslosenversicherung, wie wir sie in Deutschland kennen, gibt es nicht und auch der Kündigungsschutz ist eher unbekannt.

Lange wird das Geld aus den Gutscheinen auf jeden Fall nicht reichen.

Die Zeit, in der die Zähler schneller laufen!.

Mittwoch, 19. November 2008 um 18:11


Eines Tages kam uns eine gute Bekannte meiner Mutter besuchen. Ich durfte bzw. musste mir, aus einem nicht weiter bedeutenden Grund, einen Teil ihres Gesprächs anhören. Die Bekannte erzählte, wie sie mit dem Auto bei uns in die Straße eingebogen ist und plötzlich das Gefühl hatte, dass sie hier total falsch sei. Sie fühlte sich so als wenn sie sich in einer Flugschneise befände.

Ich konnte mir schon denken was sie meinte. Sie meinte die beiden Häuser, die nun vor ihr standen. Diese waren so hell erleuchtet, dass man sich echt so vorkam als würde man sich auf einer Start- oder Landebahn eines Flughafens befinden. Es handelt sich hier um eine Situation, die sich in der Adventszeit 2007 abgespielt hat. Demnach war es eine Weihnachtsbeleuchtung, die diese beiden Häuser umgab. Diese Beleuchtung war aber sehr übertrieben. Jedes kleine Bäumlein war mit einem Lichterkranz geschmückt und dazu kam noch die Beleuchtung die an den Dächern hing.

Ob das alles sein muss? Ich meine, Weihnachten ist das Fest der Liebe und nicht das Fest der dicksten Beleuchtung. Es sah geradewegs so aus, als wenn sich die Bewohner der beiden Häuser gegenseitig duellieren würden, wer nun die schönere und hellere Lichterpracht hat. Und wahrscheinlich auch wer am meisten Strom verbraucht.

Gerade heute, wo man doch der Umwelt zur Liebe, Strom sparen sollte, gibt es immer noch Menschen, denen das anscheinend egal ist. Auch das Geld, das für die Anschaffung der Beleuchtung und den Strom drauf geht ist wohl egal. Bei so einer Beleuchtung, muss sich der Stromzähler wohl um das doppelte, nein dreifache oder mehr drehen.

Und warum das ganze? Was ist der Grund, für diese Verschwendung von Energie? Der Großteil der Bevölkerung braucht das doch auch nicht und in der heutigen Zeit sieht das auch keiner mehr als vernünftig an. Ein bisschen ist ja gut und schön. Aber zu viel ist zu viel. Es werden immer mehr Gesetze gemacht, um die Umwelt zu schützen. Ich bin der Meinung, es sollte auch etwas gegen so eine offensichtliche und unnötige Verschwendung getan werden. Ich meine damit kein Verbot, aber es muss Einschränkungen geben.

Es ist noch ein wenig Zeit bis Weihnachten aber bald fangen die Menschen wieder an, ihre Häuser mit Beleuchtungen zu schmücken. Und ich denke, es wird auch wieder Leute geben die dies übertreiben. Ich appelliere einfach mal an diese Leute, ein wenig mehr Vernunft zu zeigen und das ganze stark zu reduzieren. Dies spart Ihnen eine Menge Geld und sie tun etwas für die Umwelt. Und so bleibt Weihnachten das Fest der Liebe und nicht ein Kampf um die beste und hellste Beleuchtung. Ich wünsche Frohe Weihnachten!

Freiheit? Nein, danke!.

Mittwoch, 12. November 2008 um 19:14


So sieht es wenigstens unser Herr Bundesinnenminsiter Wolfgang Schäuble. Nun sollen auch Ärzte und Journalisten wichtige Daten über ihre Patienten bzw. Informanten an das BKA weitergeben, falls “große Gefahr” im Verzug ist. Und das alles ohne richterliche Befugnis! Ein weiterer Schritt in Richtung Kontrollstaat?

Quelle: taz.de

Hilfe! Ich muss stehen..

Mittwoch, 12. November 2008 um 15:39

Ich denke mal, viele kennen die folgende Situation. Man kommt morgens müde zum Bus und möchte einfach nur in Ruhe zur Schule fahren aber das erweist sich als eine Tortur. Auf Grund der geringen Anzahl der Sitzplätze entsteht so früh morgens am Schulbus schon ein richtiger Kampf, bei dem schnell Sachen beschädigt werden oder sogar Menschen verletzt werden. Es wird gedrängelt, geschubst und gedrückt und das alles noch vor der Tür des Busses. Ein richtiges hin und her. Und wenn man dann mal drin ist, dann hat man die Wahl auf die noch freien Plätze. Klar, dass die Wahl noch größer ist, wenn man eher in den leeren Bus kommt und deshalb will auch jeder zuerst in den Bus.

In meinem Fall sind es 15 Minuten, die der Bus für den Weg braucht. 15 Minuten – das ist schon eine lange Zeit. Sowas kann man doch Keinem zumuten. Das sollte verboten werden. Dann würde auch der Kampf, darum nicht stehen zu müssen, enden.

Ich bin der Meinung, dass man 15 Minuten sehr wohl stehen kann. Ich gehöre auch zu denen, die gerne sitzen würden. Vor allem morgens, wenn man gerade vor ca. einer halben Stunde das Bett verlassen hat. Aber deshalb drücke und schiebe ich doch nicht gleich, denn dabei laufe ich Gefahr, Kleinere zu überrennen und Sachbeschädigung an den Schulsachen der anderen, durch den hohen Druck, zu begehen. Nein Danke!

Viel lieber würde ich das ganze in Ruhe angehen und die Busfahrt als eine letzte Pause vor der Schule genießen, ohne Sachbeschädigungen und dergleichen.

Und die Kleinsten sind meist am schlimmsten. Sie könnten am meisten davon profitieren, wenn es weniger Gedrängel gibt, da sie es sind, die gegebenenfalls überrannt werden. Aber gerade die kämpfen am meisten um einen Platz. Die Älteren, die sich dadurch gestört fühlen drücken dann zurück und wie man sich denken kann, führt dies zum hin und her.

Ich kann sehr wohl verstehen, dass ältere Menschen nicht mehr so lange stehen können aber Jugendlich ab einem Alter von 12, maximal 14 Jahren werden wohl 15 Minuten stehen können. Die Pausen in der Schule sind auch nicht kürzer und da geht das doch auch.

Wo ich gerade die Älteren Menschen angesprochen habe, komme ich nun zu einem weiteren sehr verbreiteten Phänomen. Und zwar hat der Sitzplatz im Bus auch anscheinend immer mehr Wert. Inzwischen ist es schon so, dass ältere Menschen im Bus stehen müssen weil die Sitzplätze ja schon mit Jugendlichen besetzt sind oder sogar manchmal nur mit deren Taschen. Ich finde, so etwas gehört sich nicht und bin der Meinung, dass die Jugendlichen genug Anstand haben sollten, den Platz zu räumen, um den älteren Mitmenschen das Sitzen zu ermöglichen.

Das Gedrängel vor dem Bus wird sich sehr wahrscheinlich nur ändern, wenn es mehr Schulbusse gibt oder weniger Schüler, denn auf die Vernunft der Schüler kann man wohl nicht bauen. Des Weiteren hoffe ich auf eine baldige Änderung bezüglich der älteren Generationen die im stehen reist. An dieser Stelle kann ich wohl an die Vernunft der Jugendlichen appellieren und hoffe auf mehr Mitgefühl.

Halloween.

Freitag, 31. Oktober 2008 um 00:00

Es ist der 31. Oktober und vielleicht gehen auch bei Ihnen die lustig, gruselig verkleideten Kinder umher.

Vielleicht haben Sie Ihr Haus schön geschmückt, Kürbisse geschnitzt und Süßigkeiten gekauft und vielleicht gehen Ihre eigenen Kinder heute auf die Straße und fragen Ihre Nachbarn nach Leckereien.

Aber warum das alles? Feiern wir Halloween, weil wir nur darauf warten, durch hektisches Geklingel vor unseren Fernsehapparaten weggelockt zu werden, um fremden Kindern die Tür zu öffnen, von ihnen bedroht zu werden, wenn wir ihnen nichts Süßes gäben, sie uns einen Streich spielen würden und um dann ihren Forderungen nachzugeben und die teuren Süßigkeiten rausrücken, welche wir uns soeben noch selbst haben schmecken lassen?

Nein, wohl kaum. Wir feiern es, weil Marketing-Experten neben Weihnachten nun auch dieses Fest für ihre Umsatz-Steigerung entdeckt haben. Sie geben diesen Konsum-Brauch unterschwellig durch unsere Kinder an uns weiter, indem amerikanisch geprägte Sender wie SuperRTL – bei welchem die Walt Disney Company mit 50% als Gesellschafter eingetragen ist – unsere Kinder mit Serienspecials rund um Halloween berieseln und deren Werbung sich nur noch um Halloween-Deko-Artikel, Halloween-Süßigkeiten und Halloween-Getränke dreht, um den Kleinen das Fest mit Spaß und bunten Bildern schmackhaft zu machen.

Wer von Ihnen, der sich gerade für Halloween bereitmacht und auf die verkleideten Kinder vor der Tür wartet, kam von selbst auf die Idee Süßigkeiten an vielleicht fremde Kinder zu verteilen? Ich bin mir sicher, dass Ihre Kinder sie dazu verleitet haben, denn welcher Erwachsene kommt auf die Idee, sich mit einer Tüte in der Hand vor der Tür des Nachbarn sehen zu lassen, um ein paar Bonbons zu erbetteln?

Natürlich gibt es Halloween auch für Erwachsene. Es wimmelt ja nur von Halloween-Festen bei denen die Kneipen genauso wie das Eigenheim geschmückt und spezielle Halloween-Cocktails gemixt werden. Aber brauchen wir zum Feiern wirklich noch ein Fest? Können wir mit dem Kostümieren nicht bis zum elften November warten? Was da nochmal ist? Fasching, natürlich!

Seit den 1990ern zeigt sich der Trend zu Halloween – welcher urprünglich aus Irland kommt, aber im 19. Jahrhundert auch in den Vereinigten Staaten immer populärer wurde – auch bei uns. Wir dürfen aber nicht zulassen, dass wir wegen dieser Bräuche, die nur wegen des Ziels möglichst viel Geld zu scheffeln eingeschleppt wurden, unsere eigenen vernachlässigen.

Jedes Land hat seine eigenen Bräuche und sollte sie auch pflegen. Irland und Amerika haben Halloween, Deutschland (u.a. Köln), Italien (Venedig), Spanien (Santa Cruz de Tenerife) und Brasilien (Rio) haben Karneval.

Deswegen spart euch die Kostüme für Karneval auf und auch das Geld, welches ihr für die ganzen Deko-Artikel und Süßigkeiten ausgegeben hättet. Aber falls ihr dennoch auf die gerissenen Marketing-Strategien hereinfallen wollt, gebt euer Geld ruhig aus; der Kommerz wird es euch danken.

Neulich im Bus… #10.

Mittwoch, 29. Oktober 2008 um 20:10

Ich darf einmal ein Telefonat aus dem Zug wiedergeben:

Ja, ich bins!

Ein wirklich interessanter Anfang. Der Junge Mann beginnt seine Begrüßung – ach was rede ich? – seine Kenntlichmachung mit einem “Ja”. Ja, warum nicht?

Seine eigentliche Kenntlichmachung besteht daraus zu sagen, dass er es sei. Das ist eine äußerst aufschlussreiche Aussage. Wäre ja auch fatal nicht zu wissen, dass “er es ist“.

Hattest du grade angerufen?
OK, bis gleich, ciao.

Zwischen den beiden Sätzen machte “er” nicht zwei Sekunden Pause. Man darf also vermuten, dass sein Gesprächspartner verneinte. Ansonsten wär das Gespräch ja vermutlich anders weiter verlaufen.

Kurz und knapp gehalten und doch kaum Informationen drin. So muss ein modernes Telefonat aussehen!

Neulich im Bus… #9.

Freitag, 17. Oktober 2008 um 15:07

Es ist Freitag. Wie gewohnt ist der Zug voller halb oder Vollbetrunkenen Grüppchen, die das Wochenende für Alkoholexzesse in irgendwelchen dafür vorgesehenen Stätten nutzen möchten.

Heute saß ich genau zwischen zwei solcher Gruppen. Beide erst noch am Anfang ihrer Saufaktivitäten – schließlich war es noch früh am Morgen. Eine Gruppe bestand nur aus Männern, die andere nur aus Frauen. Als “Neulich im Bus…”-Autor lauscht man auch ganz gern mal, was da so abgeht:

Man erkennt problemlos den Unterschied der Gesprächsthemen. Zunächst die Männer. Es ging um die aktuelle Finanzkrise, Entfernungen der Orte, die sie noch zu bereisen haben, um ans Ziel (Hamburg) zu kommen und Alkohol. Alles natürlich auf dem bekannten “Stammtischniveau“.

Beobachtet man dagegen die Frauen, dann geht es niemals um solche Themen. Die eine wollte ihre belegten Brötchen loswerden, damit sie diese nicht mehr “mitschleppen” muss, die andere probiert ganz gespannt und aufgeregt die ihr nicht bekannten Bonbons, die ihre Freundin mitnahm. Zusammen überlegten Sie, wie sie auf der Tour wohl am besten an Männer kämen, wobei sie schließlich auf die Idee kamen, sich ein Schild umzuhängen auf dem steht:

Wir sind noch frei!

Alles natürlich mit dem bekannten Gegackere.

Beide Gruppen amüsierten sich also prächtig – wenn auch ganz unterschiedlich!

Ein Geschäft mit dem Tod?.

Freitag, 10. Oktober 2008 um 17:02


Sterbehilfe, auch Euthanasie genannt.

„Eu·tha·na’sie, die; -, keine Mehrzahl 1.leichter, schmerzloser Tod 2. MEDIZIN Erleichterung des Sterbens, besonders durch Schmerzlinderung 3. Tötung unheilbar Kranker und Geisteskranker“
Langenscheidt Online-Fremdwörterbuch

Im Deutschen verwendet man aber, wegen des Missbrauchs des Wortes im 3. Reich, für unter anderem auch der „Rassenhygiene“, das Wort Sterbehilfe.
In Deutschland gibt es, anders als in den Niederlanden, Belgien und der Schweiz, kein Gesetz zum Thema Euthanasie.
Es gibt verschiedene Formen von Sterbehilfe:

  • Die aktive Sterbehilfe, bei welcher eine Person auf Verlangen durch eine zweite Person getötet wird,
  • die passive Sterbehilfe, bei der das Leben einer Person durch Nichteinsetzen oder Ausschalten lebenserhaltender Geräte beendet wird,
  • die indirekte Sterbehilfe, bei welcher die Qualen eines Patienten durch schmerzlindernde, aber die Lebensdauer verkürzende Medikamente im Endstadium seiner Krankheit gemindert werden und
  • die Beihilfe zu Selbsttötung, bei welcher der Person ein tödliches Mittel, meist Barbiturate, welche die Lungentätigkeit stoppen, zur Verfügung gestellt wird.

In Deutschland ist das Töten auf Verlangen (aktive Sterbehilfe) eine Straftat, die anderen Arten der Sterbehilfe sind nur in besonderen Fällen als Straftat angesehen.
Es kann aber sogar zu einer Verurteilung des behandelnden Arztes wegen unterlassener Hilfeleistung oder Körperverletzung kommen, wenn keine indirekte Sterbehilfe geleistet wird.
2007 rief der frühere CDU-Politiker und Hamburgs Justizsenator Roger Kusch den Verein “Dr. Roger Kusch Sterbehilfe e.V.” ins Leben. Am 29. Juni 2008 gab er auf seiner Internetseite zu, einer 79-jährigen Frau beim Suizid assistiert zu haben. Eine Spritzenpumpe, auch Perfusor-Pumpe genannt, welche Kusch zum Kauf anbietet, sei dabei aber nicht benutzt worden.
Das Gerät spritzt dabei dem Patienten jeweils eine bestimmte Menge an Kaliumchlorid und einem Narkotikum durch eine Kanüle in die Vene.
Für die Suizidbegleitung seien bis zu 8.000 Euro aufzuwenden, wie es auf seiner Website heißt. Wie sich der Preis zusammensetzt ist mir nicht bekannt, 1000-3000 Euro der Kosten aber fallen auf den Apparat.

Kuschs Unterstützung beim Suizid der Frau gab mehreren unionsgeführten Ländern den Anstoß, organisierte Sterbehilfe verbieten zu wollen. Am 04. August 2008 beriet der Bundesrat über diesen Gesetzentwurf, welcher “gewerbliche und organisierte Suizidhilfe” mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe bestrafen sollte, konnte sich aber auf nichts einigen.
Die Bundesländer wollen weiter versuchen, eine Regelung auszumachen.

Ich halte es für nötig, dass es organisierte Sterbehilfe gibt, denn besonders alte Menschen haben sehr viele Ängste, wie irgendwann nicht mehr fähig zu sein, sich selbst zu versorgen, eine schwere, schmerzvolle Krankheit zu erleiden, oder auch zu vereinsamen. Deswegen entscheidet sich, wie der Focus am 11. September 2007 auf einer Internetseite bekannt gab, „fast alle zwei Stunden“ ein Mensch über 60 zum Suizid, das sind 4380 Tode pro Jahr; wie groß die Dunkelziffer ist, kann natürlich niemand sagen. Durch unzureichende, oder gar keine professionelle Beratung, scheiden sie damit oft zu früh aus dem Leben.
Organisationen, die Sterbehilfe leisten, könnten da helfen. Sie sollen aber nicht gesunden Menschen das Leben nehmen, sondern könnten diese Menschen beraten und Verträge aushandeln. In diesen sollte festgelegt werden, dass, wenn ein Mensch gezwungen sein würde, nur noch vor sich hinzuvegetieren, diese Organisation aktiv werden und den Patienten bei seinem Weg ins Jenseits begleiten würde.
Eine Betreung würde nicht stattfinden, – dafür gibt es Vereine wie die Caritas, oder das Diakonische Hilfswerk – sie könnten aber zu diesen Institutionen Kontakt aufnehmen, um den Menschen dorthin zu vermitteln.

Nur darf es nicht so weit kommen, dass diese Art der Sterbehilfe zu sehr kommerzialisiert wird, denn immer wo es Notleidende gibt, wird es Menschen geben, die diese Misslage ausnutzen, um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen. Dies können horrende Preise sein, oder gar schlimmer könnten die Patienten durch Überreden, oder Gewaltandrohung dazu forciert werden, einen Antrag auf Sterbehilfe zu stellen, um so an ihr Geld zu kommen.
Deshalb müssen Sterbehilfe-Vereine strengen Regelungen und Kontrollen unterliegen, um ein unmenschliches Behandeln zu verhindern und dem Menschen ein Sterben in Würde zu ermöglichen.

Mama, Mama kannst du mir die Schuhe zu machen?.

Montag, 06. Oktober 2008 um 02:27


Dass es mit unserer Jugend bergab geht, wurde ja schon im vorherigen Titel erwähnt. Und den letzten Aspekt im Artikel von Janine Thesker möchte ich gerne nochmal aufgreifen.
Eine gute Bekannte erzählte mir folgendes:

Ich hörte immer wieder diesen Klettverschluss. Das Geräusch ging mir schon irgendwie auf die Nerven. Dann hörte ich die Mutter sagen:”Hör auf damit, die Leute gucken schon!” Daraufhin sprach eine ältere Dame die Mutter an und fragte sie: “Warum kaufen sie ihrem Jungen keine Schuhe mit Schnürsenkel?” Bevor die Mutter antworten konnte, sagte der Junge: “Die mit den Schnürsenkel kann ich mir nicht zu machen!” “Ja, unser Kleiner hat das noch nicht im Kindergarten gelernt, und dabei ist der schon 5!”

Wie kann es sein, dass ein 5-Jähriger sich nicht die Schnürsenkel zubinden kann? Weil er es nicht im Kindergarten gelernt hat? Wofür sind denn Eltern da? Um Vater oder Mutter zu sein reicht es nicht aus der Erzeuger des Kindes zu sein und es in einen Kindergarten zu stecken damit es dort alles lernt? Nein, Liebe und Fürsorge machen Eltern aus. Aber anscheinend ist niemanden bewusst, was diese Ignoranz für Folgen haben kann. Wie soll sich so ein Kind gesund entwickeln? Wie soll es in der Schule klar kommen, wenn es nicht einmal die Schuhe zumachen kann? Ich hoffe, dass genug Eltern diesen Artikel lesen und sich hoffentlich spätestens jetzt mehr um ihre Kinder kümmern.

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