Ein ganz normaler Weihnachtstag.

1. Weihnachtstag im Dorf
6:30 Uhr: Gähnende Leere auf allen Straßen.
7:00 Uhr: Gähnende Leere auf allen Straßen.
7:30 Uhr: Man beeilt sich, um zur zu Kirche gehen, die schließlich schon um 8:00 Uhr beginnt. Und Weihnachten ist nun mal die Zeit, in der die Kirche am vollsten ist, was das Sitzplatzglück in Grenzen hält.
Ist man angekommen staunt man, dass die ganze Kirche schon voll ist. Die Menschenmenge scheint wohl schon seit 5 Uhr dort zu sein. Dennoch krallt man sich selbst schnell den letzten Sitzplatz. Der Rest steht – notfalls bis nach draußen. Jetzt heißt es warten………
8:00 Uhr: Die Messe beginnt. Zum Einstieg wird gesungen. Dabei erschreckt man sich tierisch vor einigen Gesangsstimmen und Gerüchen, die von seinen Sitznachbarn ausgehen. Man nimmt sich vor, bei Gesangparts nur noch auszuatmen, stellt allerdings fest, dass dies unmöglich ist.
Der Pfarrer schlägt vor: “Lasset uns beten!” und man denkt sich: “Mensch, klasse Idee. Und das in der Kirche”.
ca. 8:15 Uhr: Eine Lesung. Etwas zum Zuhören. Schön. Allerdings erkennt man schnell, dass es sich um eine Hausfrauenstimme der feinsten Klasse handelt. Erzwungen richtig ausgesprochene Wörter, bei der jede Silbe gleich klingt. Doch noch viel schlimmer: Das rollende “R”. Spätestens wenn Jesus als ein “wunderbarer Retter” tituliert wird, macht auch das Zuhören keinen Spaß mehr. Aber das rollende R ist auch bei den Fürbitten immer wieder interessant, wenn das ganze Volk – die Unzahl von R-Rollern inkludiert – ein “Herr, erhöre uns” vor sich hin blubbert.
Zwischendurch wird wieder eine Menge gesungen… Die Gesänge und Gerüche sind noch immer nicht verschwunden.
8:45 Uhr: Die Kommunion. Auf Grund einer Erkältung wird vorm Pfarrer von den meisten noch schnell geniest, was einige offenbar wirklich genießen. Wenn man aber ziemlich am Ende aus dem vollgeniesten Krug sein Stück vom Leib Christi bekommt (was von einigen ja heftigst als Kannibalismus umstritten wird), dann ist es wirklich nicht mehr zu genießen.
9:00 Uhr: Die Messe ist vorbei. Ab nach Hause.
Der Rest des Tages: Essen. Dann zu den nächsten Verwandten, um zu essen. Anschließend trifft man sich in einer gemütlichen Runde zum Essen, worauf der nächste Essenstisch gedeckt wird. Am Abend geht man erschöpft ins Bett und freut sich auf den zweiten Weihnachtstag, an dem man nicht verhungern kann.


Netter Artikel.
Vielleicht wäre es sinnvoll gewesen, für etwas weniger sensible Leser die Tags zu setzen:
–Dein Text–
Nichtsdestowenigertrotz
Frohe Weihnachten!
Gruß
hw
Hm.
Irgendwie sind die Tags verschwunden. So sieht mein Kommentar etwas sinnfrei aus. Wieauchmmer. Vielleicht schreibst Du mir einfach ‘mal wie es gegangen wäre.
Nocheinmal Frohe Weihnachten und einen Gruß von Sören.
hw