Guten Tag, ich bins!.

Hessens SPD-Chefin Andrea Ypsilanti ist in eine durchaus peinliche Situation geraten. Sie telefonierte gute sieben Minuten mit einem Kollegen – dem SPD-Chef Franz Müntefering. Nun, eigentlich auch nicht. Es war lediglich ein Stimmenimitator im Auftrag des niedersächsischen Radios ffn.

Der hat seine Arbeit aber offenbar gut gemacht, schließlich bemerkte Ypsilanti den falschen Münte nicht.  Als der Imitator den Schwindel auflöste, musste Sie zunächst lachen. Trotzdem wurde die Ausstrahlung des Telefonats untersagt.

“Der Inhalt des Gesprächs ist nicht ohne. Eine Genehmigung hätte mich überrascht.”
Ina Tenz, ffn-Programmdirektorin

Erst meldete sich der Imitator im Vorzimmer, wo die Sekretärin ihn ohne weitere Prüfung zu Ypsilanti durchstellte. Der Focus schreibt, in dem Gespräch ginge es um “die Lage der Sozialdemokraten in Hessen und die Linkspartei”.

Wenn das so einfach ist, dann eigne ich mir auch eine Promi-Stimme an. Die neuesten brisanten Infos und ein bisschen Geld für Imitatoren-Aufträge sind dann nahezu sicher… Ein lukratives Geschäft.

Freitag, 12. September 2008 um 16:54
Marco Schultewolter
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