Warum gutes Benehmen in ist.

Diese Frage möchte Annika Mengersen, eine Redakteurin von FOCUS Online, klären. Der Artikel selbst ist nicht weiter erwähnenswert. Vielmehr hab ich mir ein Leserkommentar vorgenommen.
Ein gewisser Tom schrieb heute um 12:17:
Und die Jugend?
Das Verhalten vieler Kinder und Jugendlicher ist – was Höflichkeit und Benimm angeht – schlicht eine Katastrophe. Als Betreiber von 5 Restaurants bekomme ich das jeden Tag hautnah zu sehen. Die Tischmanieren, die ich hier oft erlebe, hielt ich früher einmal für undenkbar. Und Schuld sind einzig und allein die Eltern. Die können sich oft selbst nicht benehmen.
Der Titel hat mir zunächst ein Gefühl suggeriert, das mir sagt, dass unter anderem ich gemeint bin. Die Jugend.
Liest man sich diesen Kommentar aber durch, so bemerkt man, dass Tom tatsächlich aus Erfahrung schreibt. Er kritisiert die Jugend, versucht dem aber gleichzeitig auf den Grund zu gehen. Er vermutet nicht, er stellt fest; Schuld sind die Eltern. Sogar “einzig und allein die Eltern”.
Ich möchte auch gar nicht abstreiten, dass die Eltern schuld daran sind. Zwar behaupte ich nicht, dass es tatsächlich ausschließlich die Eltern sind, doch häufig ist es tatsächlich so.
Immer wieder bemerke ich selbst, wie daneben sich die Jugend benehmen kann, es auch gern mal – aber nicht immer – tut. Dass die Schuld endlich von einem Erwachsenen bei Erwachsenen gesucht wird, hat mich positiv überrascht. Vielen Dank, Tom!


Ich bin erwachsen (wie du hoffentlich weißt) und bin der Toms Meinung.
Und wieder kannst du eine positive Überraschung erleben; ist das Leben nicht herrlich? (rhetorische Frage) “SemikolonKlammerzu”
Wenn ich mir den auf Benehmen fokussierten Text durchlese, fällt mir beim Unterpunkt “Alles andere als spießig” folgendes ein:
Es ist schön, dass die gepflegten Umgangsformen schon zu beginn der neunzehnneunziger Jahre “wiederentdeckt” wurden. Nur vermisse ich sie, zum Beispiel, in vielen amerikanischen Liedern, die man heutzutage hört.
Zu “Benehmen wiederentdeckt”:
Benehmen war nie verloren und kann somit auch nicht “wiederentdeckt” werden.
Es gab immer Menschen die sich benahmen; natürlich muss man den Begriff für jede Gesellschaft definieren.
Zum letzten Abschnitt des auf Benehmen fokussierten Textes:
Tischsitten mit Frommheit in Verbindung zu bringen, halte ich für Unsinnig.
Ich weiß es nicht, aber ich stelle mir vor, dass es auch früher Tischsitten gab und nicht nur das Gebet vor (und nach?) dem Essen.
Zu “warum Benehmen in ist”:
Mal ehrlich:
Wer hat schon, außer im Internet, viel mit dem Ausland zu tun?
Wahrscheinlich wenige aus dem “Normalbürgertum”.
Es ist eher eine Sache des Jobs:
Wer sich nicht benimmt, wird auch nicht genommen.
Außerdem glaube ich, das Benehmen ein Zeichen von Reife ist:
Benehmen entwickelt sich mit der Zeit und aus Erfahrung.
Also auch ich kann Tom zustimmen. Auch ich finde, dass zum größten Teil die Eltern schuld sind, wenn ihre Kinder sich nicht benehmen können. Entweder leben sie es ihnen falsch vor, heißt sdie Eltern benehmen sich auch ständig im beisein ihrer Kinder daneben und die Kinder machen es nach, da sie es einfach nicht besser wissen. Oder aber, die Eltern haben nicht früh genug damit angefangen ihrern Kindern grenzen zu setzen und schaffen es nun nicht mehr diesen “Fehler” zurecht zu biegen.
Schade finde ich dann nur, dass sie es nicht zugeben können, ihr Kind falsch erzogen zu haben. Es gibt mitlerweile genug Leute, die Probleme mit ihren Kindern haben und genug die ihnen bei ihren Problemen helfen können und es auch tun.
Außerdem beklagen sich ständig welche über die hohe Arbeitslosigkeit. Ich finde es kein Wunder, dass so viele Arbeitslos sind, wenn sie sich nicht benehmen können. Denn es sind ja nicht nur die Jugendlichen die sich daneben benehmen. Auch die Eltern oder andere Erwachsene benehmen sich nicht selten daneben. In Betrieben können aber nur selten Angestellte gebraucht werden die sich nicht in die restliche Arbeitsgruppe einfügen können und somit das Arbeitsklima stören. Da helfen dann auch keine noch so guten Noten in der Schule weiter, denn die Betriebe achten viel mehr auf die Kopfnoten wie ich heute erfahren habe als auf die schulischen Leistungen, die von Schule zu Schule immer sehr unterschiedlich vergeben werden.
Desshalb finde ich, auch wenn Benehmen etwas ist, das sich mit der Zeit verändert, es im Grunde genommen doch immer gleich bleibt, denn niemand möchte gerne mit jemandem zu haben, der sich nicht benehmen kann und dadurch allen Mitmenschen vor den Kopf stößt. Dabei spielt allerdings das Alter eine große Rolle, denn wenn ein Kind sich daneben benimmt, wird es im normal fall getadelt und ihm wird erklärt, dass es das nicht machen soll. Wenn sich allerdings ein Erwachsener oder ein Jugendlicher daneben benimmt, ist es etwas anderes, denn diese Person sollte schon ein so großes Verständnis haben, dass es dadurch eventuell jemanden Verletzen kann.