Der Wolfgang durch Europa.

Was man nicht alles tut, um bekannt zu werden…

Misha Defonseca hat dazu eine Autobiographie geschrieben, die überhaupt nicht autobiographisch ist. Genau, eine nicht-autobiographische Autobiographie.

Die Autorin behauptet nämlich in ihrem Buch Survivre avec les Loup, was auf Deutsch soviel wie Leben unter Wölfen bedeutet, dass sie im damaligen Holocaust als Jüdin auf ein Wolfsrudel gestoßen sei, mit dem sie fortan lebte. Die Wölfe haben sie groß gezogen und so ist sie lebendig durch den Holocaust gekommen. Durch ganz Europa will sie sogar mit den Wölfen gereist sein.

So mancher wird sich sicher denken; wie sind die Wölfe bloß ohne Reisepass über die Grenzen gekommen?

Aber die Lösung des Problems ist ganz einfach: Die Autobiographie ist gar nicht autobiographisch, wie schon geschildert. Das hat sie nun nämlich zugegeben.

Sie sei nun nicht einmal mehr eine Jüdin, so Defonseca - ähm, entschuldigung… Monique De Wael. So heißt sie nämlich tatsächlich.

Sonntag, 02. März 2008 um 20:46
Marco Schultewolter
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