Wer mag schon Sonette?.
Neulich brachte uns unser Deutschlehrer folgendes Sonett näher:
Materialien zu einer Kritik an der bekanntesten Gedichtform italienischen Ursprungs
Sonette find ich sowas von beschissen
so eng, rigide, irgendwie nicht gut.
Es macht mich ehrlich richtig krank, zu wissen,
daß wer Sonette schreibt, daß wer den Muthat, heute noch so’n Scheiß zu bau’n.
Allein der Fakt, daß so ein Typ das tut,
das kann mir echt den ganzen Tag versau’n.
Ich hab da eine Sperre und die Wutdarüber, daß so’n abgefuckter Kacker
mich mittels seiner Wichserein blockiert
schafft in mir Aggressionen auf den Macker.Ich tick nicht, was das Arschloch motiviert.
Ich tick es echt nicht, will’s echt nicht wissen.
Ich find’ Sonette unheimlich beschissen.
Robert Gerhardt
Klingt fast wie ein 14-jähriger Schüler, der gerade voll in der Pubertät steckt. Aber ich fand dieses Sonett trotzdem sehr interessant und wollte es euch nicht vorenthalten.


Das Gedicht erinnert mich an eine gestrige Begegnung in dem Mulitplayer-Modus des “Killerspiels” Call of Duty (Rühme ich mich mit dem Begriff “Killerspiel”? (Firefox gibt mir als Berichtigung “kill erspiel”)):
Ich war auf einem Server indem zwei Spieler vergeblich versuchten in einen Grafikfehler zu gelangen, wobei ich sie massiv störte.
Einer der beiden, sie waren Deutsche, was ich erfuhr, nachdem ich ihre Wutausbrüche in beleidigender, schriftlicher Form vernahm.
Ich schätzte ihr Alter auf 14, was sie mir bestätigten, als ich sie fragte; nur “der kleine”, wie sein Freund ihn nannte, schien jünger zu sein.
Dieses weitere Beispiel an Bupertätswutausbrüchen von Minderjährigen, die ich (in dem Spiel) immer wieder vernehmen kann, bestätigt nur, dass “Killerspiele” doch lieber von (geistlich) Erwachsenen Leuten gespielt werden sollten.