Jetzt gehts mir gut.

Ich wohne in einer Umweltzone. Ja, früher gab es Naturschutzgebiete, heute errichtet man willkürlich Umweltzonen. Man darf hier nun nicht mehr ohne Feinstaubplakette fahren. Pustet ein Auto also viel davon in die Luft, dann kann man es direkt an einem roten Fleck an der Windschutzscheibe erkennen. Das wirkt sich unheimlich positiv für das Klima aus.

Hat man allerdings eine Möhre, die nicht mal viel davon ausstößt, sondern schon ganz viel, dann darf man nur noch da fahren, wo keine Umweltzone ist. Tja, da staunen Sie, was? Die bösen Autos fahren jetzt nicht mehr in den Großstädten. Nun fahren sie nur noch in kleinen Orten. Hip, hip – hurra! Das globale Klima ist gerettet!

Und nun mal ehrlich: Um hier einen Effekt erzielen zu können, muss es ein globales Fahrverbot für solche Autos geben – und das lässt sich kaum umsetzen. Autos, die keine dieser Plaketten abbekommt sind doch in der Regel sowieso Reif für den Verkauf in das Ausland – wie die Autohändler das nun mal machen. Gibt es also auch ein Deutschland weites Verbot hierfür, macht es im Prinzip keinen Unterschied.

Nun gut, zum Schluss sei noch erwähnt, dass ich in Wirklichkeit gar nicht in einer Umweltzone wohne, aber das nächste Naturschutzgebiet ist nicht weit entfernt. Das ist doch auch schon was, nicht?

Dienstag, 08. Januar 2008 um 20:17
Marco Schultewolter
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