
… am 27.09.2009 für ein Direktmandat im Wahlkreis Steinfurt I – Borken I für die CDU.
Wie jeder andere Politiker, hat auch Herr Spahn ein Wahlprogramm, in dem nicht nur die Hauptziel Gruppe der CDU (Ü50) angesprochen wird. Nein, ganz im Gegenteil, spricht er besonders Jugendliche an.
Da eine Politikverdrossenheit Jugendlicher mehr oder minder üblich ist, musste unser noch/bald wieder Bundestagesabgeordenter sich ein Konzept ausdenken, welches genau diese Verdrossenheit umgeht.
Ein Angebot einer einfachen Diskussion mit ihm speziell für Jugendliche, scheiterte bereits letztes Jahr an mangeldem Interesse.
Und wie bringt man Jugendliche am besten zusammen? Man bietet ihnen einfach einen kostenlosen Kinobesuch an. Gesagt, getan, schaffte es Herr Spahn einen kompletten Kinosaal zu füllen. Glücklicherweise erhielt unsere Redaktion die letzten vier Karten für dieses Spektakel.
Selbstverständlich schauten wir uns “Isch kandidiere…” an.
Und dann kam es wie es kommen musste. Nachdem die Vorstellung zu Ende war, verließen ca. die Hälfte der Leute das Kino. Nun denn, vielleicht auch besser so, denn so war die folgende Diskussion viel überschaubarer.
Jens Spahn stand den Verbliebenen nun Rede und Antwort. Themen wie Afghanistan und das örtliche Atommüllzwischenlager standen an Erster Stelle. Aber auch die Diskussion über die Studiengebühren und Vorratsdatenspeicherung und die aktuellen netzpolitischen Themen wurden mehr oder minder ausdebattiert.
Die Diskussion an sich lief konstruktiv und kontrovers ab, jedoch muss man bemängeln, dass Herr Spahn häufig lange Monologe führte, und teils auch einfach Fragen umging, die ihm gestellt wurden. Aber dennoch kann man ihm gut heißen, dass er seine Position gut vertrat. Er zeigte Kompetenz und Fachwissen in vielen Bereichen.
Im ganzen kann man festhalten, dass die Veranstaltung ein Erfolg war und auch gezeigt hat, dass Politiker ein Ohr für jede Stimme und und fast jede Frage ihrer Wähler haben. Jedoch mag man die offizielen Absichten dieser Veranstaltung, nämlich eine Diskussion mit der jüngeren Generation zu führen, in Frage stellen.
P.S.: Geht am 27.9.09 wählen!